Sabine Reifenstahl – Mittsommerlegende

Ich durfte die beiden Gayromantasy Kurzgeschichten als Reziexemplar kennenlernen ❤️ Eigentlich mag ich keine Kurzgeschichten, weil mir fast immer was fehlt, aber die beiden Geschichten haben mich absolut überzeugt ❤️

🍃Meine Rezension🍃

Band 1: Zauberhafter Jasmin

Buchdetails 📋

Erschienen am: 30.04.2022

Genre: Gayromantasy

Seiten: 105

Hörbuch: Nein

Format: ebook/Print

KU: Ja

SP/Verlag: SP

Klappentext 📖

»Düstere Legenden in Lüttpütt.«

Der kürzlich in die Kleinstadt gezogene Jasmin nimmt sich vor, den Aberglauben zu widerlegen, indem er für seinen Literaturblog ein Video dreht. In der Mittsommernacht besucht er den im Wald gelegenen Feenkreis. Wider Erwarten fesseln ihn unheimliche Ereignisse. Ein Portal aus Licht erscheint, ein Fremder fleht um Gnade. Die eiskalte Absage schmerzt schon beim Zuhören.
Von Mitgefühl getrieben, sucht Jasmin den nächtlichen Bittsteller und findet den aus der Anderswelt verbannten Samaro. Seine Augen, die Art zu reden und die traurige Geschichte von zurückgewiesener Liebe faszinieren den Blogger.
Jasmin ahnt nicht, dass die erwachenden Gefühle ihn die Seele kosten könnten.

🦉🦉🦉🦉🦉

Zum Inhalt verweise ich auf den Klappentext oder ggf Leseprobe

Eigentlich bin ich kein Fan von Kurzgeschichten, da mir fast immer irgendwas fehlt. Doch mit Jasmins und Samaros Geschichte konnte mich die Autorin absolut überzeugen. Ich liebe zudem die irische Mythologie und da bin ich an der Geschichte einfach nicht vorbeigekommen…

Die Geschichte wird abwechselnd aus Jasmins und Samaros Sicht in der ICH-Perspektive erzählt. Was mir hier sehr gefallen hat, war die Aufmachung der einzelnen Kapitel. Sie fangen mit einem wunderschön gestalteten Großbuchstaben an, was irgendwie allein schon die Geschichte widerspiegelt…

Der Schreibstil der Autorin lässt sich angenehm lesen, er ist warm und weich und zieht einen von Anfang an in den Bann der Geschichte. Die Emotionen springen sofort über und haben mich in zusätzlich in den Sog der Geschehnisse gezogen. Zudem zieht sich eine angenehme Spannung durch die Handlung und es gibt eine überraschende Wendung, die mich doch sehr berührt hat. Ich mochte den feinen Humor in der Geschichte, manchmal etwas versteckt als Wortwitz und Andeutungen. Abgerundet wird die Geschichte mit angedeuteten, sinnlichen Szenen, ohne explizit zu werden.

Die Handlung ist sehr gut durchdacht. Hier wird die irische Legende um die Feen aufgegriffen und ihre Wirkung auf Menschen…eigentlich jedenfalls…Was mir sehr gut gefällt, dass hier nicht die rosa-glitzernde Feenwelt aufgegriffen wird, sondern, ich nenne es mal die dunkle Seite der Feen. Ihre Machtgier, Arroganz und Überheblichkeit. Doch auch, was passiert, wenn man sich gegen die Königin stellt. Das muss Samaro schmerzlichst erfahren…gefangen in der Menschenwelt und ohne Hoffnung auf Faroban, hat er sich aufgegeben…bis ein neugieriger Blogger namens Jasmin auf ihn aufmerksam wird…
Jasmin, der seinem Chef das Sommerloch im Verlag mit einer reißerischen Geschichte um die Legende füllen soll. Doch Jasmin findet statt der reißerischen Geschichte viel mehr. Er findet sein Glück, seinen Seelenverwandten und muss feststellen, dass es stimmt, dass in jeder Legende ein Stückchen Wahrheit steckt…

Die Liebesgeschichte der Beiden ist so zauberhaft. Sie zeugt von soviel Liebe, Selbstaufgabe und absolutem Vertrauen, so dass Samaro etwas wunderschönes erleben darf, womit er so nicht gerechnet hat. Plötzlich macht alles wieder Sinn, sein Leben, sein Dasein…Doch trotzdem fehlt etwas in seinem Leben, was Samaro in Selbstzweifel stürzt, in Ängste, allen voran Jasmin zu verlieren. Doch Jasmin reagiert völlig anders als erwartet und bringt in seinen Augen ein großes „Opfer“. Doch Jasmins Vertrauen und Liebe in Samaro reicht für viel mehr aus, als nur für Samaro…
Das Ende hat mich unglaublich berührt und ich hatte es so vor Augen. Manchmal muss man etwas wagen und vertrauen, um das vollkommene Glück zu finden…Auch wenn man dann nur noch mit Kopfhörern arbeiten kann….:))))

Die Charaktere haben eine tolle Tiefe, sie sind greifbar, authentisch und einfach liebenswert. Vor allem kommt die Geschichte mit einer handvoll Charakteren aus. Ich hab jeden einzelnen ins Herz geschlossen.

Ich bin sehr gespannt auf den zweiten Band!

Ganz klare Leseempfehlung ❤️

Band 2: Unerwartetes Glück

Buchdetails 📋

Erschienen am: 01.05.2023

Genre: Gayromantasy

Seiten: 137

Hörbuch: Nein

Format: ebook/Print

KU: Ja

SP/Verlag: SP

Klappentext 📖

»Zur Einsamkeit verflucht.«

Einst von Ulik in den Bann gezogen, wurde Magnus ungefragt in einen Vampir verwandelt. Seither flieht er vor seinesgleichen. Menschen meidet er ebenso, denn sie sind vergänglich wie Asche im Wind. Besser ohne Liebe leben, als den Geliebten altern und sterben zu sehen oder ihn zur Ewigkeit zu verdammen.

Als Magnus die kleine Hundedame Arie rettet und ihr Herrchen Jo trifft, geraten die Vorsätze ins Wanken. Die beiden erwärmen Magnus’ erkaltetes Herz und geben seinem Dasein einen Sinn. Bis Ulik auftaucht und Jo bedroht.

Um ihn zu retten, muss sich Magnus seiner größten Angst stellen und eine Entscheidung treffen, für die Jo ihn hassen wird.

🦉🦉🦉🦉🦉

Zum Inhalt verweise ich auf den Klappentext oder ggf Leseprobe

Das ist der zweite Band der Mittsommerlegende Dilogie und kann ohne Vorwissen gelesen werden. Zwar kommen Jasmin und Samaro auch kurz vor, doch haben sie keinen maßgeblichen Anteil an der Hauptgeschichte.

Die Geschichte wird abwechselnd aus Jolandos und Magnus Sicht in der Erzählperspektive erzählt.

Der Schreibstil ist wieder locker-fluffig-leicht. Die Emotionen springen sofort über und haben mich ganz schön auf Trab gehalten. Zudem ist von Anfang an eine tolle Grundspannung da, die sich im Laufe der Geschichte steigert. Sie nimmt eine überraschende Wendung, mit der ich so nicht ganz gerechnet hatte. Der Humor kommt hier wahrlich nicht zu kurz und so manch Szene hat mich echt lachen lassen…Ich sag nur Sasha und Staubsaugen…
Was mir hier sehr gefallen hat, dass die Handlung fast ohne erotische Szenen auskommt. Es gibt zwei kurze Sequenzen, die aber nur angedeutet werden.

Die Handlung ist sehr gut durchdacht und greift auch hier wieder die irische Mythologie auf. Hier vermischen sich die „Wesen“ und dadurch kommt eine interessante Dynamik in die Geschichte und grade bez ihrer Art war ich lange auf der falschen Spur, genau wie Magnus und Jolando.
In der Geschichte geht es um eine jahrtausende alte Liebe, um Eifersucht, um den Wunsch nach ewigen Leben und genau eben diesem Fluch des ewigen Lebens. Einst aus dem Wunsch danach und nach Macht aus der Anderswelt geflohen, treibt Ulik sein Unwesen. Magnus der auf der Jahrtausend langen Flucht vor eben diesem…Doch die Vergangenheit holt einen imner wieder ein. Und gleichzeitig stellt die Zukunft ihre Weichen und bringt Jo auf den Plan.

Magnus gefiel mir sehr gut. Seine „lebensmüde“ Art, der Wunsch nach Erlösung und gleichzeitig der Wunsch nach Rache, wobei sich beides verbindet in seinem Bestreben. Doch dann taucht Jo auf und bringt seine Welt ins Wanken, denn Jo zeigt keine Angst und weckt Gefühle…Sein Umgang mit Jo und Arie hat mich wahnsinnig berührt.
Doch plötzlich ist da auch Ulik und das Chaos nimmt seinen Lauf…Denn plötzlich steht Magnus vor der alles entscheidenden Frage und das Ergebnis hat nicht nur mich überrascht…
Jolando gefiel mir ebenfalls sehr gut. Ich mochte seine weiche Art und immer das Gute in jedem Lebewesen zu sehen. Auch wenn Nick ihn noch so sehr verletzt hat, steht er ihm bei und gibt der Freundschaft eine Chance. Doch grade sein Umgang mit Magnus war zauberhaft. Anfänglich noch ängstlich, blüht er auf und wird ihm eine wichtige Stütze. Doch auch wie er sich Ulik entgegenstellt zeugt von Mut und zeigt einmal mehr auf, dass es nicht auf Größe und Stärke ankommt…
Die Liebesgeschichte zwischen Jo und Magnus ist so wunderschön ausgearbeitet und berührt wahnsinnig. Sie ist so voller Vertrauen und gegenseitiger Wertschätzung. Grade Jolandos Satz berührt:

„Lieber mit dir in der Dunkelheit als ohne dich im Licht!“

Die Charaktere sind wieder einmalig und so facettenreich und der ein oder andere hält hier echte Überraschungen bereit. Wer mir sehr gefiel, Alrun. Gott, sie hat es faustdick hinter den spitzen Ohren und hat mich so lachen lassen. Doch bringt grade sie Licht in die wortwörtliche Dunkelheit…
Sasha und Robin sind einfach nur liebenswert und ihre Aktion ging mir wahnsinnig nah.
Ulik…tja…Ulik ist eigentlich ein interessanter Charakter…Er bleibt bis zum Ende undurchsichtig, was mir sehr gefallen hat. Auch wenn die Vergangenheit aufzeigt, was es mit ihm auf sich hat, fand ich die Gegenwart mit ihm spannend. Und das Ende bestätigte meine Gedanken dazu…

Ich kann euch die Mittsommerlegende Dilogie definitiv nur empfehlen ❤️

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