Heute darf ich euch eine ganz tolle und liebe Autorin vorstellen und zwar Janne Loy❤️

Ich hab Janne vor ein paar Jahren kennengelernt, als sie eine Leserunde auf Lovelybooks gegeben hat. Mittlerweile sind drei weitere Bücher erschienen, das letzte jetzt am 14.8.22 und da dachte ich, ich nehm das als Anlass, euch Janne etwas näher vorzustellen ❤️

Jetzt wünsche ich euch viel Spaß mit dem Interview und hoffe, ich konnte euch ein wenig neugierig machen❤️

Damit ihr auch ein Bild zu Janne habt, hat sie mir eins zur Verfügung gestellt

Hallo Janne, 

vielen lieben Dank, dass Du Dir die Zeit nimmst, um ein kleines Interview mit mir zu führen und uns ein bisschen an Deinem Leben teilhaben lässt☺

Das mache ich doch gerne.

Stell Dich doch einfach erstmal kurz vor, was machst Du außer Schreiben, welchen Beruf, welche Hobbies, Haustiere etc. und natürlich interessiert uns sehr, was Du selbst gerne liest! 

Von Beruf bin ich Industriekauffrau; nach dem Abschluss habe ich mich neben meinem Job in einem Software-Unternehmen und der Erziehung meiner Kinder noch fachspezifisch weitergebildet. Seit fast 20 Jahren arbeite ich in der Romanistik an der Uni Münster als Buchhalterin und Sekretärin.

Neben dem Schreiben habe ich viele Interessen, nur nicht die Zeit, allem, was ich möchte, auch nachzugehen. Früher habe ich sehr viel und gerne getanzt, war auch in Tanzkreisen. Seit langem gehe ich aber, zurzeit leider unregelmäßig, ins Fitness-Studio, um meinen Rücken zu stärken, oder fahre Rad. Meine lästigen Kilos verliere ich dabei nicht, aber ich mag die Gerüche in der Natur, frischgemähtes Gras, den Geruch von Kornfeldern, Baumblüten und das alles. Und die kommen mir vor allem beim Fahrradfahren in die Nase. Manchmal verirrt sich dorthin auch eine Mücke, aber da kann ich mit leben. Allgemein bin ich gerne draußen, sehr gerne am Meer. Zum Glück ist die Nordsee nicht allzu weit von meinem Zuhause entfernt, aber ich mag auch die Ostsee, das Mittelmeer und unbedingt möchte ich einmal irgendwohin am Indischen Ozean. Ob es je dazu kommt, wer weiß 😀

Haustiere: Ja. Meine Kinder hatten Meerschweinchen, Wellensittiche, ein Kaninchen und als ich dachte, nun ist’s aber gut gewesen, kam meine jüngste Tochter mit einem ganz jungen Hund an, der ins Tierheim abgegeben werden sollte. Mama, darf ich den? Oh nein. Nein. Nein. – Dachte ich. Bis wir die liebste und süßeste Hündin 💕 auf der Welt ein paar Tage zur Probe hatten. Sie durfte, nein musste einfach bleiben. Ich vermisse sie, weil die kleine Luni nun bei meiner Tochter wohnt und ich sie nicht mehr so oft kuscheln kann.

Ich mag auch lange Spaziergänge, richtigen Käsekuchen (nicht die Chemieprodukte, die es in einigen Cafés gibt) und ich gehe sehr gerne ins Kino. Ich mag rücksichtsvolle Menschen, die zuverlässig sind und Verantwortung übernehmen für das, was sie tun. Meine Lieblingsfarben sind Orange und Grasgrün.

Ich lese gerne Rilke, spannende Liebesromane, Thriller, Kinderbücher. Fantasy und Young Adult ist nicht so meins.

Ups, war das jetzt zu ausschweifend?

Was ist das Wichtigste für Dich im Leben?

Mir ist es wichtig, für alles dankbar zu sein, was einem gegeben wurde, was man hat, worauf man sich freuen kann. Familie, Kinder, Freunde, Hobbies oder eine Beschäftigung und/oder eine Arbeitsstelle, die einem Spaß macht. Außerdem ist es für mich wichtig, aufeinander achtzugeben, zu sehen, zu fragen, was die oder der andere gerade braucht, zu helfen, wenn man kann ohne dieses angeblich ach so gesunde NEIN-Sagen zu hypen. Unterstützung und Hilfsbereitschaft, ohne sich ausnutzen zu lassen, sowie Loyalität sind für mich sowohl in der Familie als auch im Freundes- und Kollegenkreis von großer Bedeutung.

Wie bist Du zum Schreiben gekommen? Wann kam zum ersten Mal der Gedanke, wirklich selbst ein Buch zu schreiben? 

Niemand will diese Antwort hören, glaub es mir 😄

Denn fast alle Autor*innen sagen es:

Früh schon habe ich angefangen, sobald ich dicke Bücher lesen konnte.

Aber es stimmt. So mit elf habe ich mit kleinen Reimen oder Minigeschichten angefangen. Eine meiner ersten Geschichten entstand, als ich 12 Jahre alt war, es war die von einem traurigen Salatkopf. So hieß es, dieses kindliche Drama; was genau sich da nochmal abgespielt hat, weiß ich gar nicht mehr im Detail, jedenfalls hat die Mutter meiner damaligen Schulfreundin mich immer wieder darauf angesprochen, wie toll sie das Märchen fand und ich müsste später Autorin werden. Auch wenn das möglicherweise nicht ernst gemeint war, das, was sie sagte, ist mir im Herzen geblieben. Aber auch in der Zeit davor, wenn meine eigene Mutter uns Kindern abends im Bett noch vorlas, hatte ich immer irgendeine Fantasie, wie das Märchen oder die Geschichte hätte anders ausgehen können. Für meine eigenen Kinder habe ich später ein paar Geschichten aufgeschrieben und zum Teil auf Kassette aufgenommen, so ne Art Mama-Unterhaltungskassette war das für die Kids.

Gibt es einen Lieblingsplatz, wo Du Inspirationen bekommst oder sogar am Buch schreibst?

Mein Lieblingsplatz zum Schreiben wäre eine Terrasse wenige Meter vom Meer entfernt. Aber das ist nur Wunschdenken 🌊🦞😄 Ich schreibe oft im Gästezimmer, welches, wenn kein Gast da ist, auch mein Büro ist. Da mache ich auch meine Büroarbeit an den Homeoffice-Tagen. Manchmal schreibe ich im Wohnzimmer, manchmal auf der Terrasse. Das ist so unterschiedlich, dass von einem festen Schreibplatz nicht die Rede sein kann. Zumal ich in den letzten Monaten wegen verschiedener Sachen gar nicht zum Schreiben gekommen bin und ich ab August dafür einen Schnellstart hinlegen werde. Aber es gibt eine Zeit, in der mir alles wie leichte Federn zufliegt und ich flüssig ohne viel nachzudenken schreiben kann. Und zwar immer, wenn ich mir ein paar Tage Auszeit für einen Kurzurlaub nehme. Da springe ich nicht ständig auf, weil ich meine Huch, ich muss ja noch die Wäsche aus der Maschine holen, huch, ich muss für morgen noch backen, huch, ich muss…

Egal, wo ich bin, ich bekomme besonders im Kurzurlaub überallher Inspirationen. Sei es am Wasser, in einem Straßencafé, in einem schönen grünen Park, egal, irgendwas fällt mir plötzlich ein. Auf meiner Website hab ich ja auch schon geschrieben, dass das Leben an sich schon ein anregender Geistesblitz ist. Denn alles, was uns an Schönem und weniger Schönem im Leben begegnet, Wünsche, Sehnsüchte und Ängste, lassen sich in Geschichten einbinden.

Du hast mittlerweile 3 Bücher veröffentlicht. Davon 1 im Krimibereich, der aber sehr viel Tiefgang hat, ernste Themen beinhaltet und wahrlich nichts für zwischendurch ist. Dann ein Buch mit Kurzgeschichten, die aber auch im Krimibereich sind. Und zu guter Letzt eins, dass völlig aus der Reihe rutscht, einen Gedichteband über die Liebe, mit wunderschönen Texten und Bildern. Das musst Du mir erklären ;)) Wie kam es zu den Krimis und wie plötzlich zum dem Gedichteband?

Ich dachte zunächst auch, ich schreibe Krimis. Aber im Sinne des Buchhandels sind meine Bücher eher keine Krimis. Es fehlt hierzu wohl ein besonderer Ermittler oder eine Polizeicrew für die Aufspürung des Täters. Ich schreibe Geschichten, die Liebe, Drama und Verbrechen miteinander verbinden, aber kein Detektiv oder Polizist die Hauptfigur spielt und den oder die Übeltäter am Ende stellt. „Zerronnenes Wachs“ sollte auch eher eine Liebesgeschichte sein, aber ein bisschen Verbrechen ist noch hinzugekommen. Das war aber auch beabsichtigt. So ist es wohl kein ordentlicher Liebesroman und wird so im Online-Buchhandel mal als Krimi, mal als Psychothriller, mal als Liebesroman angepriesen. Manchmal ist es nicht so leicht, das Genre zu beurteilen. Bei „Scherbensommernacht“ ist es das gleiche. Diese Geschichte wurde vom Verlag, in dem das Buch jetzt im Juli erscheint, als Roman eingestuft, denn es ist weder ein richtiger Krimi noch eine reine Liebesgeschichte, ein Spannungsroman eben.

Zu den Gedichtbänden: Ich habe auch als Teenager schon Gedichte geschrieben. Irgendwie hatte ich plötzlich Lust, ein Gedichtband herauszubringen, nachdem ich mich mit einer Freundin bei einem Spaziergang lange über das Thema Beziehungen unterhalten hatte. Ich hatte Urlaub und habe mich gleich daran gemacht, ohne Unterbrechung. Ich würde auch gern nochmal ein Kinderbuch herausbringen, aber zeitlich lässt sich nicht alles verwirklichen, was ich so alles noch will 🙈😄

Am 14.8.22 ist Dein neues Buch erschienen. Was erwartet die Leser in „Scherbensommernacht“?

In dem Roman geht es um das rebellische, selbstbewusste Teenagermädchen Imen, das nach einer Schulparty nicht mehr nach Hause kommt. Und auch um die ungeahnte Stärke, die ein Mensch – hier besonders Imens Schwester Eliza – trotz, oder gerade aus einem Schicksalsschlag heraus, entwickeln kann. Man sagt ja auch, starke Menschen haben meistens eine aufreibende Vergangenheit, und in fast jedermanns Leben ereignen sich neben schönen Dingen auch schlimme, die man annehmen muss, wenn es nicht anders möglich ist und sich dadurch weiterentwickeln wird, oft in positivem Sinn. Jeder Wind, der einen umhaut, ist eine Lektion und nicht nur Eliza, Ella genannt, geht es so.

War für Dich immer klar, dass Du Krimis schreibst? Oder würdest Du Dich auch mal in ein anderes Genre wagen? Oder evtl nochmal einen Gedichteband?

Aber ja. Sobald ich es zeitlich irgendwie dazwischen bekomme, möchte ich gern ein Kinderbuch schreiben oder sogar noch mal einen Gedichtband. Letzteres dann aber eher mit einem anderen Thema als der Liebe. Aber erstmal bastele ich noch an meinem dritten Roman und leg die Struktur ein wenig fest.

Wie lange brauchst Du in der Regel bis zur Fertigstellung eines Bandes und gab es auch Momente, wo Du lieber aufgegeben hättest und alles geschreddert hättest?

Es ist total unterschiedlich. Den ersten Roman, „Zerronnenes Wachs“, habe ich innerhalb von fünf Monaten geschrieben. Für „Scherbensommernacht“ habe ich ganze zwei Jahre gebraucht, weil ich nicht regelmäßig zum Schreiben komme. Das wird auch beim nächsten Buch wieder so sein, dass ich noch keine regelmäßige Zeit fürs Schreiben einplanen und einhalten kann. Das werde ich erst machen können, wenn ich nicht mehr arbeite. Es ist nicht toll, nicht konsequent eine Schreibzeit einzuplanen, ich muss das auch noch hinbekommen. Aber aufgeben? Nö. Wie heißt es nochmal? Aufgeben kannst du bei der Post.

Gibt es Szenen aus Büchern, egal ob eigene oder fremde Bücher, die Dir in Erinnerung geblieben sind und über die Du heute noch lachst, den Kopf schüttelst oder die Dich sehr berührt haben?

Absolut. Gelacht habe ich über ein ganzes Buch, nämlich Puppenmord von Tom Sharpe, weil es von Anfang bis Ende so makaber ist, dass ich fast ohne Pause dachte: Hä, wie jetzt? Wirklich? So was hatte ich noch nicht gelesen und mein Zwerchfell musste ganz schön was aushalten, nicht weil alles etwa extrem witzig, eher, weil die ganze Story so komplett schräg ist. Besonders erinnere ich mich an die Szene, als Wilt, der Protagonist, verzweifelt versucht, sich aus einer Sexgummipuppe zu befreien, die man ihm während einer kurzen Ohnmacht angeheftet hatte.

Gefesselt hat mich schon früher das Kinderbuch Die kleine Hexe, eins meiner absoluten Lieblingsbücher. Als Kind und heute noch. Ach ja, und Herr Glücklich und seine Freunde genauso.

Ja, es gibt einige Bücher, die mich sehr berührt haben, ohne nun einzelne Szenen daraus zu nennen. Darunter Der große Gatsby, wie er träumerisch und auf hanebüchene Weise seine große Liebe zurückgewinnen will und das Ganze so böse endet, dass es einem das Herz zerreißt. Oder die unfassbare mutige Art, wie Jonah aus Der Medicus seinen Verfolgern entkommt und sich ein anderes Leben aufbaut. Ich mochte ihn so gern, dass eine Person in meinem nächsten Buch auch Jona(h) heißt.  

Hast du jemanden der Dich beim Schreiben unterstützt ( seelisch , moralisch ) , aber auch Verlag, Korrektorat, Lektorat, Blogger usw. ? 

Meine Kinder natürlich, bei technischem Gedöns besonders meine älteste Tochter.

Das Korrektorat für meinen ersten Roman hat ein Kollege, der u. a. Germanistik studiert hat, gemacht; das neue Buch wurde gar zweimal lektoriert, einmal von einer sehr guten Lektorin, an die ich es vor der Verlagsbewerbung gegeben habe und dann noch einmal vom Verlag, in dem das Buch letztendlich erscheint, denn der hat das letzte Wort.

Auf was können wir uns in Zukunft von Dir freuen?

Ich wünsche mir erstmal, dass „Scherbensommernacht“ bei vielen gut ankommt. Ein Buch kann ja niemals jedem gefallen, das kalkuliere ich ein. Ansonsten will ich spätestens im August mit dem dritten Roman beginnen. Es wird auch ein Spannungsroman werden. Mehr verrate ich noch nicht.

Wo kann man Dich in den sozialen Medien alles antreffen?

Ich habe eine kleine Facebook-Seite, die ich zu wenig bediene und bin nun schon eine kleine Weile bei Instagram, wobei ich hier noch lange nicht alles begriffen habe 🙈. Mehr schaffe ich einfach nicht, obwohl dieses Öffentlichkeitsbestreben ja fast schon ein Muss ist, aber für mich nicht wirklich einfach. Und irgendwie muss neben dem Job und anderweitigen Unternehmungen ja auch noch Zeit zum Schreiben bleiben. Es gibt aber noch meine Website mit Infos über mich und meinen Büchern, allerdings momentan noch ohne Blog oder Newsletterfunktion. Da werde ich mich erst später irgendwann und irgendwie reinfuchsen müssen.

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Vielen lieben Dank, liebe Janne, für das Interview❤

Sehr gerne 😊💚

Bereits erschienene Bücher

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